Nintendo E3 2016

Zusammenfassung des 1. Nintendo Treehouse live @ E3 2016

Wie üblich veranstaltet Nintendo auch auf der E3 2016 keine wirkliche Pressekonferenz, sondern zeigt eine so genannte Treehouse-Präsentation. Dieses Format soll uns über die neuesten Titel des japanischen Traditionsunternehmens informieren und wurde auf der E3 2016 in zwei Teile gesplittet. Zudem ist die Moderation der Ausgabe auf der E3 2016 im Gegensatz zu den regulären Veröffentlichungen live und nicht vorproduziert worden. Im ersten Teil erfahren wir Neuigkeiten zu The Legend of Zelda für Wii U, Pokémon Sonne, Pokémon Mond und weiteren Titel. Hier findet ihr die Zusammenfassung der ersten Treehouse-Präsentation. 

Die Begrüßung wird live von Reginald „Reggie“ Fils-Aimé übernommen, Chief Operating Officer von Nintendo of America, und spricht sein Beileid für die Opfer und Angehörigen des Masskers in Orlando aus. 

The Legend of Zelda

Die Präsentation startet direkt mit Gameplayszenen aus dem neuen Ableger der The Legend of Zelda-Reihe. Wir sehen eine idyllische Landschaft, auf der sich allerhand wildes Getier tummelt. Der Serienheld Link springt waghalsig von einer Klippe und gleitet per Schirm über die grünen Felder. Weiter sehen wir den Blondschopf beim Fällen eines Baumes, um einen Abgrund zu überwinden, beim Kochen, beim Jagen sowie bei diversen anderen Aktionen. Ebenfalls ist zu hören, dass es echte Synchronsprecher geben wird. Link ist jedoch (zumindest im Trailer) immer noch stumm. Der offizielle Titel des neuen Ablegers lautet The Legend of Zelda: Breath of the Wild.









Reggie erklärt, dass die gezeigte Ebene nur einen Bruchteil der seiner Aussage nach riesigen Spielwelt darstellt. 

Pokémon Sonne & Mond

Nach dem Zelda-Trailer wird der Fokus auf die neuen Pokémon-Ableger Sonne und Mond gelegt. Die zwei Producer des Titels erzählen einige Hintergrundinformationen zur Entwicklung des neuen Titels. Die Wahl für die Titel „Sonne“ und „Mond“ stehen für die lebendige Welt, da die beiden Himmelskörper für die Entwickler als Zeichen das Lebens selbst symbolisieren. Wir kriegen außerdem Gameplay-Szenen aus der Alola-Region zu sehen, die die drei neuen Starter sowie die beiden neuen legendären Pokémon Solgaleo und Lunala zeigen. 

In der Story der beiden neuen Titel stellen Solgaleo und Lunala die Äquivalente zur Sonne und zum Mond dar und so soll eine fast spirituelle Geschichte um die beiden Monster erzählt werden. Bei den drei neuen Startern sei der Fokus bei der Entwicklung sowie der Ausarbeitung der Animationen darauf gelegt worden, sie so süß wie möglich darzustellen. Es wird angedeutet, dass das Armband, das unsere Helden tragen, eine tragende Rolle spielen wird.

Wir sehen weiter live vorgespieltes Gameplay. Zu sehen ist das Haus, in dem der (männliche) Protagonist wohnt, sowie Route 1. Die gesamte Spielwelt erinnert stark an tropische Inseln wie Hawaii. Das neue Kampf-Menü ist zu sehen, das eine neues Design spendiert bekommen hat, jedoch die üblichen Auswahlmöglichkeiten bietet. Es scheint auch ein dynamisches Tag-Nacht-System zu geben. Neben einigen zufälligen Kämpfen im hohen Gras sehen wir ein Dorffest, bei dem das beschützende Pokémon der Insel geehrt wird. Natürlich findet hier auch ein zeremonieller Pokémon-Kampf statt.

Durch einen Druck auf das kleine Symbol, das unser Pokémon zeigt, sehen wir die aktuellen Statusveränderungen unseres Kämpfers. Sobald wir ein Pokémon fangen und es in unserem Pokédex registriert wird, deutet ein weißer Pokéball an, dass es eine Evolution für das soeben gefangene Monster gibt. Der Pokédex selbst heißt nun „Rotom Pokédex“ und hat einige Updates erfahren. 

Pokémon Sonne/Mond

Pokémon Sonne/Mond

Bei der Figur, die wir spielen, bietet sich abermals die Wahl zwischen Männlein und Weiblein. Die Geschlechter sollen jeweils über komplett eigene Animationen und Bewegungssets verfügen. 

Mit Battle Royal wird eine 4-Spieler-Veriante vorgestellt, bei dem jeder Trainer ein Pokémon in den Ring schickt. Die vier Monster bekriegen sich gegenseitig, die Wahl des anzugreifenden Gegners liegt bei uns alleine. Jeder Kämpfer kann mit bis zu drei Pokémon in die Schlacht ziehen. 

The Legend of Zelda: Breath of the Wild

Nach der ausladenden Pokémon-Präsentation kriegen wir neues Material zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild zu Gesicht. Zum Einsatz kommt eine Cel-Shading-Optik, die zwar nicht so kindlich wie bei Wind Waker aussieht, jedoch nicht jedem gefallen dürfte. Gezeigt wird offenbar der Anfang des Action-Adventures. Der Held wird von einer sanften Stimme geweckt und findet sich in einer mysteriösen Höhle wieder, die sich als der „Schrein der Auferstehung“ entpumpt. Neben den üblichen magischen Hilfmitteln und Artefakten soll es in Breath of the Wild auch technsiche Hilfsmittel geben.

Der neue Ableger der Zelda-Reihe wird einige Elemente aus Rollenspielen übernehmen. So können wir verschiedene Kleidung finden, die unsere Verteidigungswerte verbessert und im Inventar frei auswählen, welche Stücke wir tragen wollen. Wie bereits im Trailer ersichtlich war, wird Link nun Klettern und sogar auf Knopfdruck springen können. Wie in den Vorgänger-Titeln treffen wir in Hyrule auf verschiedenste NPCs, die wir ansprechen können. In den Gesprächen bietet sind uns verschiedene Antwortmöglichkeiten.

Anhand eines aufgehobenen Zweiges, der in ein Lagerfeuer gehalten wird wird gezeigt, dass wir prinzipiell jeden Grasbüschel in Brand setzen wollen, wenn wir wollen. Wir können nun auch mehrere Waffen aufheben und zwischen diesen wechseln, um für jede Situation perfekt gerüstet zu sein. Selbiges gilt für die Schilde. Jedoch verfügen die Waffen nun über eine gewisse Haltbarkeit und zerbrechen nach einer bestimmten Anzahl an Attacken.

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Das Kampfsystem scheint ein wenig flotter von der Hand zu gehen als noch in den Vorgängern. Durch gut getimte Attacken ist es uns zudem möglich, einen Zeitlupen-Modus auszulösen um unsere Feinde noch eleganter aus den Socken zu hauen. Weiter verfügen die Gegner auch über Lebensbalken. Unsere Leben füllen wir erstmals nicht durch Herzen auf, die wir in der Spielwelt finden, sondern indem wir Nahrung zu uns nehmen. Diese finden wir jedoch ebenfalls in der Spielwelt verteilt. 

Die offene Spielwelt von Hyrule soll frei erkundbar sein und einiges an verborgenen Geheimnissen bieten. Weiter liegen weite Teile in Ruinen, warum gilt es vermutlich im Spielverlauf heraus zu finden. Die Story soll sich jedoch eher im Hintergrund halten und uns nicht direkt aufgedrückt werden. 

Musikalisch wird Breath of the Wild eher zurückhaltend sein, um den Geräuschen der Spielwelt selbst mehr Platz einzuräumen. Jedoch wird es dynamische Musik sowie altbekannte Melodien geben, wenn bestimmte Aktionen ausgeführt oder Events getriggert werden. Die Optik wurde von japanischen Cartoons inspiriert. 

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Durch die Kletter-Mechaniken sollen sich uns komplett neue Möglichkeiten bieten, Hyrule zu erkunden. Also Beispiel wird das Dach einer Kirche bestiegen. Von dieser aus ist es möglich, die gesamte Gegend zu überblicken und per Fernglas einen Punkt in der Distanz zu markieren, den wir später aufsuchen wollen. Anstatt mühsam von dem Gebäude klettern zu müssen können wir auch einfach vom Dach springen und elegant zu Boden gleiten – Paraglider natürlich vorausgesetzt. 

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Ein erster Blick auf die Weltkarte hat verraten, dass das gezeigte Plateau tatsächlich nur einen marginalen Teil der Spielwelt ausmacht. Das Hyrule von Breath of the Wild scheint gigantisch zu sein. Dabei wird es uns in unterschiedlichste Klimazonen verschlagen, der Übergang zwischen diesen soll sich sehr natürlich anfühlen. Schön zu sehen ist, dass zum Beispiel in kälteren Regionen darauf geachtet wird, dass Link angemessen angezogen ist, da er sonst friert. Dafür können wir in verschneiten Gebieten auf unserem Schild snowboarden. 

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Zelda: Breath of the Wild

Über den gesamten Zeitraum des Live-Gameplays ist der Tag-Nacht-Wechsel sehr schön zu sehen. Auch die unterschiedlichen Herausforderungen, die sich uns bieten, sind ersichtlich. Anscheinend werden die Tageszeiten auch Einfluss auf gewisse Aufgaben haben.

Ganz allgemein bricht The Legend of Zelda: Breath of the Wild mit vielen Konventionen der Serie. Wir können auf Bäumen klettern, essen kochen, es gibt eine Sprachausgabe, die Welt ist komplett frei zu erkunden und bietet verschiedene Klimazonen und vieles mehr. Nintendo haben sich wirklich Gedanken gemacht, wie sie die Reihe in die Neuzeit heben können und das merkt man an jedem Eck. Sofern das fertige Spiel annähernd das hält, was die E3 2016-Demo verspricht, steht uns ein großartiges Action-Adventure-RPG ins Haus.