Der verlorene Spieltrieb

Dieser Artikel wird etwas persönlicher. Es geht um mich, um Videospiele, um Pixelburg, darum wie ich meinen Spieltrieb verlor – und wie ich ihn wiederfand.

 

2010 machte ich Abitur. Direkt im Anschluss ging ich zu Volkswagen als Produktionshelfer. Das machten viele aus meiner Region, meist in den Sommer- oder Semesterferien, oder eben, wie ich, als Überbrückung zwischen Schule und Studium.

Ich wollte mir meine Unizeit in Hamburg vorfinanzieren und schob so ein halbes Jahr in Salzgitter »Stückzahl«.

Das halbe Jahr war hart. Der ständige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtschicht ist nicht für jeden was, besonders nicht für die, die bis einen Tag vor Arbeitsbeginn noch die Schulbank gedrückt hatten und zuletzt, ein paar Monate vom Unterricht befreit, selbst ihre Zeit zum Lernen einteilten.

Doch die viele Arbeit hatte auch etwas Gutes. Und zwar Geld. Mit diesem Geld kaufte ich mir einen fetten Fernseher, eine Playstation 3 und einen großes Paket an Spielen.

Zuvor hatte ich jahrelang nur PC gespielt und freute mich auf die neuen Erfahrungen mit eigener PS3.

Immer wenn ich konnte, spielte ich. Ich fuhr jeden Tag zur Arbeit und hörte auf dem Weg und vor Ort Podcasts. Darunter auch einige zum Thema Videospiele. Podcasten wollte ich schon länger, und je mehr ich mich in die Podcasts reinhörte bemerkte ich, wie oft ich gern dazwischen gerufen hätte um jemandem auf die Sprünge zu helfen oder ihn gar zu korrigieren.

Mein Spieltrieb hatte seinen Zenit erreicht und ich war voll im Thema. Das war die Zeit als ich auf Dome und René traf.

Wie ihr vielleicht wisst entstand daraus dann Pixelburg und entwickelte sich langsam aber stetig zu dem was es heute ist.

Doch bis wir beim heutigen Tag ankommen, gibt es noch von einigen Tiefgängen zu berichten.

Pixelburg war Hobby. Mein neues Hobby, dass sich einschlich, als ich gerade mein Studium begann. Und schlagartig wurde es auch anstrengend. Ich hatte so viele Prioritäten gleichzeitig. Der Blog und der Podcast, die Uni mit ihren vielen neuen Themenbereichen, die neue Stadt und ein neuer Freundeskreis. Ich war schlicht und ergreifend überfordert. Ich hatte kaum Zeit mich bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen, dass ich gerade erst zu einem meiner Wichtigsten gemacht hatte.

Ich war informiert, keine Frage. Und ich beschäftigte mich auch mit Videospielen. Aber ich spielte nicht. Vielleicht einmal die Woche. Uninspiriert für 10 Minuten um dann gelangweilt den Controller wegzulegen und mich mit etwas anderem zu befassen.

Und es wurde nicht besser. Ganz im Gegenteil.

Erfahrt die ganze Geschichte: Im nächsten Teil in der kommenden Woche.