Pokémon X und Y

Wie unglaublich aufgeregt ich war, als ich zum ersten Mal ein Pokémon-Spiel in meinen Gameboy steckte. Dass es heute immernoch Kinder gibt, denen es ähnlich geht, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen. Aber scheinbar hat das Pokémon Universum immernoch nicht an Reiz verloren – für die jeweilige Alters- und Zielgruppe.Nach Pokémon Rubin und Saphir war’s mir dann zu viel. In meinen Augen unglaublich hässliche Pokémon, unsinnige Pokémon-Typen und Pokémon-Schönheitswettbewerbe haben dafür gesorgt, dass mir jegliche Lust vergangen war. VERDAMMT ICH WILL POKÉMON MEISTER WERDEN. Meine Pokémon sollen stark, intelligent und selbstbewusst sein. Nicht posen können. Ja, da spricht der 10 jährige Junge in mir. Die Damen freuen sich vielleicht etwas mehr darüber, vor allem war es ein junges Mädchen, was in der TV-Sendung an den Schönheitswettbewerben teilgenommen hat. Nun gut. In medias Res.

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Das sind die drei Racker.  Wie in jeder neun Pokémon Generation, darf man sich zu Beginn des Spiels ein Start-Monster aussuchen. Ich bin ganz ehrlich: Es gab tatsächlich schon schlimmere. Allerdings sind diese komischen, undifferenzierbaren Wesen in keinster Weise mit der ersten Pokémon-Generation vereinbar. Zwar hat man versucht, sich wieder an echten Tieren zu orientieren, doch wirken sie etwas zu knuffig. Zu rund, zu weich, irgendwie zu kindisch. Doch warten wir einfach mal die Entwicklungen ab.

Ich schätze, so wie ich mich gerade fühle, fühlen sich auch Claus und Tim wenn es um den Wiedereinstieg bei WOW geht. Man hat irgendwie Bock, wird aber völlig mit unzähligen Neuerung überrumpelt, dass einem glatt die Motivation flöten geht, sich mit dem Universum auseinanderzusetzen. Ich halte eins fest: Ich habe keine Ahnung was NACH Rubin/Saphir alles passiert ist. Aber ich habe mich bemüht, die wichtigsten Neuerungen der Aktuellen Editionen herauszufinden. Jetzt macht euch gefasst.

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Wir befinden uns in der Kalos-Region. Der Heimatort heißt Escissia, es gibt Wälder, Städte, Routen. Die Story ist kaum erwähnenswert.

Allerdings gibt es eine grafische Neuerung: Hat man sich doch schon immer gewünscht, ein Pokémon-Spiel komplett in 3D zu spielen, so geht dieser Traum nun in Erfüllung. Wenn auch nur in klein auf dem 3DS. Doch nun sind Sprites Geschichte, bewegliche Pokémon-Modelle, alle mit eigenen Verhaltensmustern. Jede Attacke voll animiert. Pluspunkt dafür.

Die nächste wichtige Neuerung sind die Mega-Entwicklungen. Oh man. Das erinnert mich an Dragonball. Mittlerweile gibt es 4-fache Super-Saiyajins. Oder sogar den Saiyajin-Gott. Ich weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Allerdings sieht die Mega-Entwicklung von Glurak ganz geil aus. Turtok ist völlig übertrieben und Bisaflor hat sich kaum verändert. Hm.

 Wem das noch nicht genug ist: Es gibt X- und Y-Units, mit denen man z.B. Mewtus Mega-Entwicklung herbeiführen kann. So gibt es 2 Megaentwicklungen: X-Mewtu und Y-Mewtu. Der eine etwas kantiger, der andere eher rund. Hm. Hier vergebe ich mal weder Plus- noch Minuspunkt. Ist vielleicht Geschmackssache.

Man kann seine Pokémon jetzt nicht nur im Kampf gegen andere Trainer oder wilde Pokémon trainieren. Das Supertraining ist das Fitness-Center für Pokémon, in dem man seine Stats aufwerten kann, ohne im hohen Gras Grinden zu müssen. Die Idee finde ich gut, wenn die kleinen Mini-Spiele auch noch Spaß machen, gibt’s ’nen Pluspunkt. Eine Neuerung, die nach der X-ten Generation für Abwechslung sorgt.

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Natürlich musste auch ein neuer Pokémon-Typ eingeführt werden. Pummeluff oder Merril sind gehören nun auch zu den Feen. Macht ein wenig Sinn. Solange auch ein Piepi eine Fee ist. Was die genaue Besonderheit des Typs ist, konnte ich noch nicht herausfinden. Ich bin jedenfalls arg verwirrt, durch diese ganzen Typen. Unlicht, Fee, Metall. Die Typen aus der ersten Generation bildeten Gegensätze, sodass man leicht herausfinden konnte, welcher Typ effektiv gegen einen anderen ist. Mittlerweile steige ich da nicht mehr durch. Da benötigt man ja tatsächlich einen Ratgeber.

Eine nette Neuerung sind die Massenbegegnungen. Die haben mir tatsächlich schon viel zu lange gefehlt. Wilde Pokémon sind jetzt nicht ständig allein unterwegs, man kann auch von einem Rudel angegriffen werden. Pluspunkt dafür! Schon in der Allerersten TV-Folge sind die Habitaks keine Einzelgänger. Des Weiteren kann man nun auch in Himmelskämpfen sein Können unter Beweis stellen. Kämpfe, von Flugpokémon, die ausschließlich in der Luft stattfinden.

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Um die Bindung von Trainer zum PokéTeam zu stärken haben sich die Entwickler folgendes ausgedacht:

„PokéMonAmi erlaubt es dir, jederzeit mit deinen Pokémon zu spielen. Du musst dich immer wieder um sie kümmern, um herauszufinden, was ihnen am besten gefällt. Vernachlässigst du sie, wirst du prompt die Quittung dafür erhalten. Je mehr du mit ihnen spielst, desto zutraulicher werden sie. Zutrauliche Pokémon erzielen im Kampf oft bessere Leistungen, indem sie beispielsweise gegnerischen Angriffen ausweichen oder Volltreffer landen!  Und vielleicht passieren dadurch auch andere gute Dinge.“

Man kann mit jedem Pokémon kuscheln. Wäre ich 6 Jahre alt, wäre das der Shit. Und die Viehcher werden sogar stärker dadurch! Ein bisschen Kitschig, aber wahren Pokémon-Liebhabern gefällt so eine Funktion.

Zum Schluss noch ein paar Kleinigkeiten: Man kann Fotos von besonderen Orten machen. Man kann ein Promovideo von seinem Charakter erstellen, das den eigenen Stil wiederspiegelt. Man kann jederzeit Online mit Spielern in Kontakt treten.

Insgesamt sind das doch einige nette Features. Während ich mich über die neuen Editionen schlau gemacht habe, bekam ich tatsächlich wieder Lust. Auch wenn mir diese Mega-Entwicklungen noch nicht ganz zusagen.