Angespielt – GRID 2 (Ps3)

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Hallo liebe Pixelburg, als großer Racing Game Fan hab ich der Veröffentlichung von GRID 2 natürlich freudig entgegen geblickt. „Traditionell“ zocke ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder aktuelle Rennspiele, seien sie auf Stadtkursen, staubigen Pisten oder originalen Rennstrecken beheimatet. Mit Codemasters steht zudem einer meiner Lieblingsentwickler hinter dem heute veröffentlichten Arcade Fest. Meine ersten Eindrücke zu Karriere und Online Rennen findet ihr im Artikel.

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Wie schon bereits erwähnt, zeigen sich die Briten von Codemasters für den neusten GRID Ableger verantwortlich. Die Macher von Rally Perlen wie der Colin McRae Serie, der DIRT Reihe oder dem ersten Grid, halten seit Jahren die Flagge für gut produzierte Rennspiele nahezu alleine hoch. Während sich andere namhafte Reihen wie Need for Speed zur Bedeutungslosigkeit hin entwickelt haben, bietet hier jedes neue Spiel einen nahezu perfekten Mix aus Simulation und Arcade Rennspiel. Dieser Mix fand seinen Höhepunkt in DIRT 3 und dem ersten GRID Spiel: Race Driver Grid.

Nun eins vorweg, weiterentwickeln konnte Codemasters diesen Mix nicht, vielmehr passten sie ihren Stil fürs neuste GRID an.

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Bei Rennspielen liegt ja bekanntlich „die Wahrheit auf der Piste“. Also krempelten die Briten ihr Konzept grundlegend um. Die abschaltbaren Fahrhilfen des Vorgängers wurden komplett gestrichen. Keine Ideallinie (der größte Frevel meiner Meinung nach), kein ABS, keinerlei Bremspunkte oder Tempounterstützer.

Codemasters hat vielmehr versucht jedem Auto seinen eigenen (sehr driftlastigen) Stil zu verpassen. Die Maschinen sind jetzt in 3 Gruppen unterteilt und spielen sich durchaus unterschiedlich. Nen hochgezüchteten Honda fährt man nunmal anders, als etwa einen Lambo.

Jedoch muss man ganz klar festhalten: Das arcadige Fahrgefühl dominiert hier auf allen Pisten. Jede zweite Kurve wird im Drift genommen und es wird gerammelt, dass sich das Karbon biegt.

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Rammeln ist auch ein guter Stichpunkt, denn die KI könnte direkt aus der letzten Circus Halligalli Folge entschlüpft sein. Sobald ein Gegner euch erblickt, will er unentwegt rangeln. Da wird geschoben, gedrückt und ineinander verkeilt: harte Positionskämpfe sind gar keine Aussage. Wer damit leben kann, prima! Wer nicht, der wird das Pad eher generft in die Ecke hauen, wenn euch ein harter Dodge mal wieder in der letzten Runde aus der Kurve schießt.

Dem entgegen wirken könnt ihr natürlich mit der, in Codemasters zum guten Ton gehörenden, allseits beliebten Rückspulfunktion. Auf der Piste klappts also schonmal ganz gut! Wie siehts  mit dem Umfang an sich aus?

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Nun im Gegensatz zum Vorgänger wurde auch hier etwas abgespeckt: ihr habt grundlegend die Wahl zwischen Karriere und Online Modi.

In der Karriere geht es grundlegend darum, dass ihr als aufstrebender Fahrer versucht eine neu gegründete internationale Rennliga als Profisport zu etablieren. (esports, jemand?). Dazu nutzt ihr Medien wie youtube und versucht Sponsoren, Klickzahlen und Aufmerksamkeit zu erringen. Ihr fahrt Rennen auf der ganzen Welt, unterteilt in Saisons und alles wird durchgestylt präsentiert. Die Nähe zur DIRT Reihe ist mehr als deutlich. Die Aspekte des Teammanagements wurden leider komplett geschnitten. Alles in Allem eine solide Grundlage für lange Stunden auf den sehr unterschiedlichen Pisten.

Im Online Modus fahrt ihr hingegen um Geld und EP. Es gibt mehrere Modi rund um klassische Rennen, driften und Ausscheidungsrennen. Besonderes Gimmick sind dabei die Rennen auf sich ständig verändernden Kursen.

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Grafisch ist GRID 2 eine Wucht! Natürlich kommen die Konsolen nicht an die Pracht von hochgezüchteten PC’s heran, aber die hausintere EGO Engine liefert auch auf der aktuellen Generation das grafisch beeindruckendste Rennspiel. (Neben DIRT 3) Die Kurse sind schön designt und es gibt überall abseits der Strecke etwas zu entdecken. Das Renngeschehen läuft  dabei stets flüssig und sauber, egal ob man online oder offline unterwegs ist.

Flüssig würde ich auch mein Fazit zum Spiel unterschreiben. Codemasters hat ein komplett durchgestyltes Rennspiel für die Generation youtube erschaffen. Hippe Menüs, ESPN, actionlastige, knackige und schnelle Rennen gepaart mit geiler Grafik. So müssen Arcade Racer funktionieren.

Verschmerzen muss man jedoch das Fehlen der Cockpitansicht (Codemasters wuut??? Das geht gar nicht!) und die abgespeckten Einstell- und Managementmöglichkeiten, besonders in der etwas beschnittenen Karriere.

Das wars von mir, mein EVO hat Laune!! rrroooooooaaaaaaaarrrrrrrrrrr

 

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