Star Fox Zero Artwork

Preview: Star Fox Zero

Bereits seit 1993 existiert die Star Fox-Serie rund um den tollkühnen Arwing-Piloten Fox McCloud. Während der erste Teil (In Europa StarWing genannt) die Grafik auf dem Super Nintendo durch den verbauten Super-FX-Chip in die dritte Generation brachte und somit von Grund auf revolutionierte, ist der letzte richtige Ableger bereits einige Zeit her. Konkret handelt es sich hier um das 2007 erschienene Star Fox Command für den Nintendo DS.

Fans der Serie lechzten also seit geraumer Zeit auf ein neues Weltraumabenteuer, welches auf der E3 2014 als Star Fox Zero angekündigt wurde und nun am 22. April exklusiv für die WiiU erscheinen wird.
Ich hatte die Chance, bereits vorab einen Flug zu riskieren.

In den unendlichen Weiten geht's heiß her.

In den unendlichen Weiten geht’s heiß her.

Beim ersten Spielstart erwartet uns ein kleines Tutorial, das die Grundlagen der Arwing-Kontrolle erklärt. Es stehen die klassischen Manöver, wie der Salto oder die 180-Grad-Wendung, auf dem Plan, ebenso wie die Grundlagen der Bord-Geschütze. Zudem kann dieser Abschnitt genutzt werden, um sich mit der neuen Steuerungsmechanik vertraut zu machen. Star Fox Zero wird mit dem WiiU-Gamepad gespielt, jedoch dient dieses nicht nur als Eingabe-Gerät, auch vom Gyrosensor wird reger Gebrauch gemacht. Konkret funktioniert die Kontrolle unseres Jets folgendermaßen: während wir auf dem Fernseher unser Fluggerät sehen und dieses auch wie gehabt über die Sticks kontrollieren, ist auf dem Gamepad die Cockpit-Ansicht zu sehen. Diese erlaubt genaueres Zielen, zudem können wir unser Fadenkreuz durch Neigung des Tablets nachjustieren und so auch Gegner erwischen, die auf dem Fernseher schon gar nicht mehr sichtbar sind.

Der eigentliche Beginn wirkt als Kenner des Nintendo 64-Titels Lylat Wars nur allzu bekannt. Fox McCloud, seines Zeichens Fuchs und Spitzenpilot, und sein StarFox-Team, bestehend aus dem Frosch  Slippy Toad, dem Hasen Peppy Hare und dem Falken Falco Lombardi, werden von General Pepper nach Corneria City gerufen. Die Hauptstadt des Lylat-Systems wird von den Truppen des Bösewichts Andross angegriffen und es ist an unserer Einsatztruppe, sie aufzuhalten. Also schwingen sich unsere tierischen Helden direkt hinter das Steuer des Arwing genannten Jets und begeben sich in die Schlacht.

Sowohl der Anflug auf Coneria City als auch die ersten Spielminuten wirken dabei angenehm vertraut, es handelt sich weitestgehend um das selbe Level wie in Lylat Wars. Ohne große Umschweife werden uns auch direkt die ersten Gegner vors Visier gesetzt, die Action startet direkt. Hier macht sich trotz des vertrauten Settings schnell die Unsicherheit aufgrund der neuen Steuerung bemerkbar, die Koordination zwischen Gamepad und Fernseher sowie der Feinjustierung unseres Fadenkreuzes per Bewegungssteuerung braucht einiges an Eingewöhnung. So fliegen wir in Fox’ Rolle durch die Stadt und schießen alles weg, was wir treffen.

Der Anflug auf Corneria City im Dreierteam. Nostalgie pur.

Der Anflug auf Corneria City im Viererteam. Nostalgie pur.

Sobald wir den ersten Boss erreichen – hier erwartet uns ein neuer Obermotz, nicht der aus dem N64-Original – wird die Flugmechanik vom relativ beschränkten Railshooter-System auf die offene Formation umgeschalten, wir dürfen frei in dem Areal umher fliegen und müssen zahlreiche kleine Gegner vom Himmel holen. So langsam kann sich in die Steuerung gefunden werden und erste Erfolge gelingen. Spätestens wenn der Boss in sich zusammen fällt fühle ich mich so sicher, Coneria City direkt erneut aufzusuchen um meine Highscore zu verbessern und Ausschau nach der obligatorischen alternativen Route zu halten. Die Möglichkeit, die Level auch auf einem zweiten Pfad zu bestreiten finden sich natürlich auch in Star Fox Zero wieder, jedoch sind diese nicht immer einfach zu finden. Ich erwähne explizit nicht, wie der zweite Bösewicht von Corneria City zu finden ist, um euch den Spaß der Entdeckung selbst zu überlassen.

Eine durchaus interessante Idee ist der 2-Spieler-Couch-Coop, den Star Fox Zero mit sich bringt. Anstatt uns und unseren Mitspieler einfach in zwei getrennten Arwings durch das Weltall zu schicken steuern wir gemeinsam einen Jet. Hierfür sind ein Pro-Controller sowie ein WiiU-Gamepad nötig. Während ein Spieler den Arwing selbst steuert und zumindest geradeaus schießen kann, übernimmt der Andere das Tablet und somit die Bord-Geschütze. So entsteht eine Team-Dynamik, die erstaunlich gut funktioniert, sofern man willens ist, zusammen zu arbeiten. Erwähnt werden muss an dieser Stelle, dass ein jedes Level zunächst einmal im Singleplayer bezwungen werden muss, bevor ihr es als Zweiergespann unsicher machen dürfen.

Auch riesige Robo-Pferde gilt es zu zerlegen.

Auch riesige Robo-Pferde gilt es zu zerlegen.

Star Fox Zero versetzt mich direkt in meine Kindheit vor dem Nintendo 64. Die neue, zunächst gewöhnungsbedürftige Steuerungsmechanik ist innerhalb weniger Minuten in Fleisch und Blut übergegangen und ich bewege mich zielsicher durch den Weltall. Auch wenn die Spieldauer an sich nicht riesig zu sein scheint, so bringen die alternativen Routen, die Medaillen welche gefunden werden können, sowie andere Herausforderungen genug Motivation mit sich, um das Lylat-System deutlich öfter als nur ein mal zu retten.